Der Marie-Curie-Tag 2013 findet am Donnerstag, 07. November statt!
Guten Tag!

Ich bin Marie Curie. Ihr habt sicher schon von mir gehört: ich bin eine der wenigen Frauen, die es geschafft haben, sich in der Welt der Physiker und Chemiker durchzusetzen. Für meine Forschungen bekam ich sogar  zwei Nobelpreise, diesen Erfolg konnte bis jetzt keine Frau wiederholen! Noch dazu hatte ich ein echt spannendes Leben, nur leider hatte ich noch nie ein Talent für lange Märchenstunden. Deswegen klickt einfach auf die Jahreszahlen meines Lebens und erfahrt, was ich so alles erlebt habe.

1867

Im kalten November wurde ich als Marya Sklodowska geboren. Schon mein Vater war ein Physiklehrer, so bekam ich meinen späteren Beruf wohl in die Wiege gelegt. Meine 3 Geschwister und ich genossen  eine hervorragende Ausbildung, die ich sogar mit Auszeichnung abschloss. Zum Studium reiste ich nach Frankreich, doch blieb meiner Heimat Polen immer treu. Das von mir entdeckte Element Polonium benannte ich nach meinem Vaterland.

1893/94

In diesem Jahr schloss ich mein Physikstudium als Jahrgangsbeste ab. In Mathe war ich „nur“ zweitbeste. Dann ging meine Karriere steil nach oben: ich wurde Doktorantin und begann meine Forschungen, bei den ich auch meinen Traummann Pierre Curie (ein Franzose übrigens) kennenlernte.

1895

Pierre und ich heirateten und begangen gemeinsame Forschungen in improvisierten Laboren. Heute wäre die Zustände dort völlig unzulässig, aber damals mussten wir uns mit dem primitivsten Arbeitsmitteln begnügen. Doch viel harte Arbeit und wissenschaftlicher Ehrgeiz zahlten sich aus: wir schafften es zwei bis dahin unbekannte Elemente zu isolieren: Radium und Polonium. Ihre Strahlung nannte ich  „radioaktiv“. 1903 und 1911  erhielt ich für meine Bemühungen  einen Nobelpreis auf dem Gebiet der Physik.

1897

Meine Tochter Irene wird geboren. Mein kleiner Schatz hat später einen Nobelpreis für ihre Forschungen im Bereich der Chemie erhalten =).

1904

Als ich mein zweites Kind erwartete, musste ich verständlicherweise die Forschung für kurze Zeit aufgeben. Doch nur einige Monate später stand ich wieder im Labor. Kochen, waschen und Kinderhüten war nie meine Stärke gewesen. Ich bezweifle stark, dass ich je eine gute Hausfrau war. Die Forschung war vorrangig und nahm fast alle Zeit in Anspruch. Leider blieb deswegen meist keine Zeit mehr für Familienausflüge am Wochenende, was ich heute sehr bereue.

1906

Am 13,Mai verstarb mein Pierre bei einem Pferdewagenunfall. Ich war am Boden zerstört, hatte ich doch nicht nur einen wissenschaftlichen Partner, sondern auch die wichtigste Person in meinem Leben verloren. Doch ich trat selbstbewusst in seine Fußstapfen und übernahm seinen Lehrstuhl an der Universität Sorbonne in Frankreich. Ich war die erste Frau, die dort Mathe und vor allem Physik lehrte.

1914-1918

Im Krieg versuchte ich so viele Lazarette wie möglich mit Röntgenapparaten zu versorgen. Schließlich war ich jetzt Leiterin des Radium-Instituts der Paris Uni und fühlte mich für die vielen Soldaten verantwortlich. Leider hatten wir gar nicht so viele Apparate. Ich entwickelte quasi über Nacht  mobile Geräte, die an die Front geschafft wurden.  Vielen Verwundeten konnte damit geholfen werden.

1918-1927

Als der Krieg vorbei war und meine Töchter und ich zum Glück unbeschadet davongekommen waren, begann ich mit Irene meine Forschungen fortzusetzen. Ich reiste um die ganze Welt – Brasilien, Spanien, Belgien und in die Tschechoslowakei -  um Vorträge zu halten.  1921 reiste ich mit Irene und Eve nach Amerika, wo wir vom amerikanischen Präsidenten Harding empfangen wurden. Das war vielleicht aufregend… er schenkte mir sogar 1g Radium, das Element, mit dem ich jeden Tag in Berührung kam.

1934

Heute weiß man ja, dass das Arbeiten mit radioaktiven Elementen kreuzgefährlich ist. Diese Tatsache war Pierre und mir gar nicht so bewusst gewesen. Ich bekam Leukämie- eine Folge meiner langjährigen Arbeit mit Polonium und Radium. Und damals wusste noch niemand wie man diese Krankheit heilen sollte. Meine Kräfte verließen mich am 04. Juli endgültig.

Eure Marie

"Sie ist unter allen berühmten Menschen der einzige, den der Ruhm nicht verdorben hat",
sagte Albert Einstein über die Physikerin und zweifache Nobelpreisträgerin

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